An einer Kunsthochschule studieren

Kunsthochschulen haben eine lange Geschichte in Europa, und die ersten Einrichtungen entstanden vor allem an den Fürstenhöfen. Heute ist der Name Kunsthochschule ein Überbegriff für alle Künste, von den bildenden bis zur Architektur.

Um an einer Kunsthochschule studieren zu können muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen. Diese beinhaltet vor allem Arbeitsproben und eine Befragung durch Professoren. An einer Kunsthochschule lernt man allerdings nicht wirklich Kunst. Die allgemeine Annahme ist, das Kunst nicht Lernbar ist, sondern aus dem Inneren des Künstlers kommen muss. Wohl aber können Techniken und Wissen vermittelt werden.

An der Hochschule wird dieses Wissen studiert und diskutiert. Als eine den Universitäten gleichgestellte Einrichtung hat sich die Kunsthochschule auch der Forschung verschrieben. Es ist durchaus üblich, dass ein Professor an einer Kunsthochschule kein Künstler ist sondern sich der akademischen Laufbahn verschrieben hat.background-1127815_960_720

Dennoch werden die meisten Studenten, die eine Kunsthochschule besuchen, Künstler werden wollen. Sie lernen an der Hochschule alles über bildende Kunst, also Malerei, Skulpturen und Installationen. Die Lehrpläne sind dabei unterschiedlich. Manche Unis haben einen recht starren Lehrplan, andere wiederum haben Klassen in Kleingruppenstärke bei bestimmten Professoren und wieder andere lassen die Studenten ihren Lehrplan selbst zusammenstellen.

Als Abschluss kann man einen Master und Bachelor machen und einen Doktor. An einigen Instituten wird auch noch der Diplomstudiengang angeboten.

Das Studieren an der Hochschule ist frei, von den Studiengebühren einmal abgesehen. Allerdings werden Studenten Aufwendungen für Materialien haben, die sie für ihre Kunstwerke brauchen. Nicht alle Universitäten stellen diese frei zur Verfügung. Zugangsvoraussetzung bei einer Kunsthochschule ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Diese kann übersehen werden, wenn man überragende künstlerisches Talent nachweisen kann. Diese Beurteilung liegt aber in den Händen der jeweiligen Hochschule.

Wer nicht in Deutschland studieren will, kann sich auch an Kunsthochschulen im Ausland bewerben. Die Auswahlkriterien sind ähnlich, allerdings können die Studiengebühren vor allem in Amerika recht hoch sein. Ein Vergleich lohnt sich aber auf alle Fälle.